Fahrtzeit ist Arbeitszeit: Warum worktrackr Fahrt und Arbeit getrennt erfasst
Ein Monteur verbringt oft ein Viertel seines Tages im Fahrzeug. Wer diese Zeit nur pauschal mitzählt, verschenkt Transparenz. Wir zeigen, wie zwei getrennte Timer die Abrechnung, die Kalkulation und den Nachweis gegenüber Kunden verbessern.
Ein typischer Tag im Handwerk beginnt selten in der Werkstatt und endet selten dort: Material laden, zum ersten Kunden fahren, arbeiten, weiter zur nächsten Baustelle, am Abend zurück. Zwischen 60 und 120 Minuten pro Tag sitzt ein Monteur im Fahrzeug – Zeit, die bezahlt wird, aber in vielen Betrieben nirgends sauber auftaucht.
Rechtlich ist die Sache klar
Fährt ein Mitarbeiter im Auftrag des Betriebs vom Betrieb zum Kunden oder von Kunde zu Kunde, ist das Arbeitszeit im Sinne des Arbeitszeitgesetzes – und in der Regel auch vergütungspflichtig. Nur der reine Weg von zu Hause zur Firma zählt nicht. Wer Fahrtzeiten nicht erfasst, riskiert Ärger bei Kontrollen und hat im Streit um Überstunden keine Belege.
Warum ein einziger Timer nicht reicht
Die meisten Zeiterfassungs-Apps kennen nur „Arbeit“ und „Pause“. Für Betriebe mit Außendienst fehlt damit die wichtigste Information: Wie viel der bezahlten Zeit ist produktive Arbeit beim Kunden – und wie viel Fahrt? Ohne diese Trennung lässt sich weder ein Auftrag ehrlich nachkalkulieren noch eine Anfahrtspauschale begründen.
| Frage | Mit einem Timer | Mit getrennten Timern |
|---|---|---|
| Hat sich der Auftrag gerechnet? | Nur Gesamtstunden bekannt | Arbeits- und Fahrtanteil je Projekt sichtbar |
| Stimmt die Anfahrtspauschale? | Schätzung | Echte Fahrtminuten als Grundlage |
| Kunde bezweifelt Stunden | Ein Block ohne Details | Nachweis: 08:12–08:41 Fahrt, 08:41–12:05 Arbeit |
| Routen und Einsätze planen | Kein Datenmaterial | Fahrtzeit je Filiale und Monteur auswertbar |
So funktioniert es in worktrackr
Die mobile App zeigt dem Monteur zwei große Schaltflächen: Fahrt und Arbeit. Ein Tipp startet den jeweiligen Timer, ein weiterer stoppt ihn. Wechselt er von der Fahrt zur Arbeit, endet die Fahrt automatisch – es kann immer nur ein Timer laufen. Beide Zeiten laufen live mit Sekundenanzeige und werden serverseitig gespeichert.
- Zwei Live-Timer: Fahrt und Arbeit, optional mit Projekt und Notiz
- Automatischer Wechsel: Startet die Arbeit, wird die laufende Fahrt beendet
- Tages-, Wochen- und Monatsübersicht mit getrennten Summen und Soll/Ist-Vergleich
- Admin-Dashboard: Wer fährt gerade, wer arbeitet, wer hat Pause – in Echtzeit
- Stundenzettel als PDF und CSV weisen Fahrt- und Arbeitszeit getrennt aus
Das „Ist“ in worktrackr ist immer die Summe aus Arbeit und Fahrt. Damit wird der Soll/Ist-Vergleich fair: Der Monteur bekommt jede gefahrene Minute angerechnet, der Betrieb sieht trotzdem genau, wie sich der Tag zusammensetzt.
Was Betriebe damit gewinnen
Aus unseren Gesprächen mit Elektro-, SHK- und Montagebetrieben kristallisieren sich drei Effekte heraus: Angebote werden realistischer, weil die tatsächliche Fahrtzeit je Region bekannt ist. Diskussionen mit Kunden über Rechnungspositionen werden seltener, weil der Nachweis auf die Minute vorliegt. Und die Monteure selbst empfinden die Erfassung als gerecht, weil die Fahrt nicht „untergeht“.
Wer heute noch Fahrtzeiten schätzt oder pauschal abzieht, verschenkt Geld oder Vertrauen – meist beides. Zwei Timer lösen das Problem mit einem Handgriff.
Häufige Fragen
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